Thursday, October 30, 2008

The power of one-to-one marketing

Sunday, October 26, 2008

Ei-fe(e)l Good - Eine Nachbesprechung

Wie einige von euch vielleicht wissen, war ich maßgeblich an der Konzeption und Umsetzung des Gerolsteiner Projektes "Ei-Fe(e)l Good" beteiligt. Da das Projekt gestern sein Ende fand, möchte ich die Gelegenheit für eine kurze Nachbesprechung nutzen.

Hintergrund - Was war Ei-Fe(e) Good?

Im Mittelpunkt von Ei-Fe(e)l Good stand die 14-tägige Wanderung von Outdoor-Experte Klaus M. Auen quer durch die Eifel von Aachen nach Trier. Zusammen mit seiner treuen Begleiterin, der Schubkarre "Schamptall" wollte Klaus seine alte Heimat, mitsamt ihrer Einwohner und deren Geschichten neu entdecken.
Der Gerolsteiner Brunnen ist ebenfalls tief in der Eifel verwurzelt und unterstützte Klaus Auen auf seiner Reise. Die verrückte Aktion führte regional zu einer Menge Aufsehen. Mit dem Ergebnis, dass Klaus Auen fast täglich mehrere Begleiter hatte, die mit ihm die Tages-Ettappe gemeinsam meistern wollten.
Wer nicht selbst mitwandern konnte, sollte zumindest online die Möglichkeit haben, an der Reise teilhaben zu können. Auf der Homepage von Gerolsteiner führte ein prominenter Link direkt zu den Unterseiten von Ei-Feel Good. Hier wurde die Reise über einen Blog täglich dokumentiert. Außerdem hielt ein News-Feed mittels Twitter alle Interessierten auf dem aktuellen Stand. Eigens eingerichtete Flickr- und Youtube-Kanäle lieferten visuelle Eindrücke von Klaus Auens Erlebnissen.

Was haben wir erreicht?

Ei-Fe(e)l Good war ein kleines, charmantes Projekt, kein überlebensgroßer Marketing-Blockbuster. Doch während Marketingabteilungen in der Regel ihre komplette Zeit damit verbringen darüber nachzudenken, was sie für die kommenden Jahre aussagen möchten, haben wir Taten sprechen lassen und die Marke Gerolsteiner mit echten Inhalten gefüllt. Ich glaube in Zukunft wird es wichtiger sein, eine Marke durch viele kleine Projekte mit Inhalten zu füllen, statt mit einer einzigen großen Idee. Kleine Projekte können in Nischen vordringen, große Ideen können jedoch an dem Versuch scheitern es allen recht machen zu wollen.

Während der Projektlaufzeit hat der Traffic auf www.gerolsteiner.de den Traffic auf den Webseiten vergleichbarer Getränkemarken bei weitem übertroffen. Und das haben wir nicht etwa durch Einsatz von Werbebannern erreicht, sondern durch Content, der Menschen zusammengebracht hat; Der Menschen zum Wandern in die Wälder der Eifel geführt hat; Der Menschen verbunden hat; Der Spaß gemacht hat.
Allein dieser Punkt sollte jedem Werbetreibenden zu denken geben.

Wir haben mit Social Media experimentiert. Nicht aber, weil wir dem neuesten Buzz hinterher laufen wollten, sondern weil uns die diversen Dienste die Umsetzung erheblich erleichtert haben. Und weil sie die Tür für jene geöffnet haben, die an dem Projekt teilhaben wollten.

Die Marke Gerolsteiner steht für Gesundheit, Frische und sportliche Aktivität. Diese Werte konnten wir auch mit Ei-Fe(e)l Good kommunizieren. Und zwar auf Augenhöhe und mit echten Menschen zum Anfassen.

Ich denke dieses kleine Projekt Ei-fe(e)l Good bot in seiner Bodenständigkeit viele Eigenschaften, die ich bei vielen Werbeaktion heutzutage vermisse. Zwar gibt es sicherlich auch einige Aspekte, die man anders, die man besser machen könnte: Die Richtung ist allerdings die richtige.

Oxford

Saturday, October 25, 2008

Marmorstein und Eisen bricht...


...und manchmal eben auch die Liebe zu Weblogs. Ich habe bereits seit laengerem das Gefuehl, dass die Luft aus der deutschen Blogosphaere ein wenig raus ist. Gruende fuer diese Entwicklung lassen sich vermutlich an vielen Stellen finden, sie sollen in diesem Beitrag allerdings nicht diskutiert werden. Vielmehr moechte ich mich hier nur auf einige beispielhafte Blogs beschraenken, zu denen sich meine Beziehung in letzter Zeit verschlechtert hat.

PR Blogger - Von essentiell zu ungeniessbar

Als es mit dem Web 2.0 so richtig los ging, war der PR Blogger fuer mich eine der wichtigesten Anlaufstellen um ueber Web 2.0 in der Unternehmenskommunikation zu diskutieren. Leider hat sich im Blog eine gewisse Paranoia breit gemacht, die potentielle Imageschaeden hinter nahezu jeder Ecke vermutet. Die glattgebuegelten Ausfuehrungen ueber Online-Reputation sind in etwa so blutleer wie das Karriere-Kaeseblatt vom Kiosk. Zumindest gibt es von Zeit zu Zeit immernoch einige interessante und hilfreiche Beitraege.

Flussaufwaerts - Von der Inspirationsquelle zur sporadischen Kuriositaetensammlung

Tim Keil ist fuer mich der noch ungekuehrte Planning-Gott Deutschlands. Sein Blog Flussaufwaerts war einst einer der Gruende, warum ich begonnen habe mich fuer Werbung im Allgemeinen und Planning im Besonderen zu interessieren. Zwar lege ich auf Tims Meinung immer noch sehr viel Wert und halte seine Gedanken fuer sehr inspirierend, nur leider findet man diese Gedanken immer seltener auf seinem Blog. Waehrend ich Flussaufwaerts gerne als die deutsche Version von Adliterate gesehen haette, hat Tim, so scheint es, leider die Leidenschaft am Bloggen ein wenig verloren. Sehr, sehr schade.
Update: Zur Zeit scheint es als sei auf Tims Blog wieder einiges los!

Connected Marketing - Von der Bibel zum Rosenkranz

Ok, machen wir es kurz: Connected Marketing ist inhaltlich der vielleicht beste Blog im deutschsprachigen Raum. Punkt.
Das einzige Problem ist nur: Waren Martin Oettings Beitraege frueher die in Stein gemeisselte Online-Marketing Bibel, so erscheint mir sein Blog heute zunehmend repititiv. So verliere ich mich immer seltener auf Martins Blog, obwohl die Qualitaet nach wie vor top ist.

Werbeblogger - Vom Blog-Papa zum Problem-Kind

Nicht falsch verstehen: Wir sprechen hier von Verlusten auf hohem Niveau. Der Werbeblogger ist immer noch der deutschsprachige Blog, den ich am haeufigsten besuche und auch jedem empfehlen wuerde: Hochwertiger Content, geniale Podcasts, und grosse Leserteilnahme machen ihn zur ersten Anlaufstelle fuer diejenigen, die ueber Werbung und Kommunikation diskutieren moechten.
Leider hat auch der Werbeblogger, trotz seiner sicheren A-List Position, ein wenig die Linie verloren: Selbstzweifel, Abschweifungen ins Esoterische und die Beschaeftigung mit nervigen Leserkommentaren hindern ihn manchmal daran das zu tun, was er am besten kann: Mit jeder Menge Spass an der Sache über Menschen, Marken und Kommunikation zu bloggen.